Freiwilligenmanagement

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Unsere modulare Qualifizierung zum Freiwilligenmanagement wird immer an die Situation und die Bedürfnisse Ihrer Organisation maßgeschneidert. Sie entscheiden dabei auch, welche Begrifflichkeiten (Freiwilligenmanagement, Engagementförderung, Ehrenamtskoordination etc.) wir verwenden wollen.

In den Aufbaumodulen geht es darum, strategisch an die Bindung, Motivation und Weiterentwicklung von Engagierten heranzugehen. Es gilt nun auch die ehrenamtliche Arbeit in der Organisation strategisch, strukturell und kulturell besser zu verankern und eine engagementfreundliche Organisation zu werden. Die Aufbaumodule des Strategisches Freiwilligenmanagements befassen sich mit diesen Herausforderungen und zeigen dafür passende Herangehensweisen sowie Instrumente auf. Die Teilnehmenden werden sowohl in ihrer Rolle gestärkt als auch mit konkreten Erfahrungs- und Managementwissen für ihre Praxis versorgt.

Inhalte des Aufbaukurses

Einführung in das Strategische Freiwilligenmanagement

In diesem Modul werden die strategisch geplante und strukturierte Engagementförderung der Organisation sowie die Begleitung der Engagierten in den Mittelpunkt gestellt. Der/die Freiwilligenmanager*in bzw. das Team der Engagementförderung ist hier treibende Kraft und (Mit-) Gestalter*in der notwendigen strukturellen, kulturellen und personellen Anpassungen.

Führen und (Beg)- Leiten von Freiwilligen

Wie funktioniert Führung von freiwillig Engagierten, die ja nicht vertraglich gebunden sind? Wir werden konkrete Führungssituationen und passende Führungsstile unter die Lupe nehmen. Zudem erleben und reflektieren die Teilnehmenden das eigene Führungsverhalten und Partizipation.

Konflikte erkennen und Lösungswege entwickeln

Wir richten unseren Blick auf die Konfliktsituationen, die es in der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen geben kann. Mit Methoden aus der Konfliktmoderation wollen wir den guten Umgang mit diesen Situationen üben und überlegen, welche Interventionen im Konfliktfall dem*r Freiwilligenmanager*in zur Verfügung stehen. An diesem Tag wird auch das Thema Verabschiedungskultur und seine konkreten Fälle durchgespielt.

Projekte mit Ehrenamtlichen entwickeln und steuern

Wie realisiert und organisiert man ein erfolgreiches Projekt mit Ehrenamtlichen? In einer Projekt-Werkstatt werden wir innovative Projektideen entwickeln und diese bewerten. Daneben schauen wir uns Handwerkszeug für die Arbeit in und mit Projekten an. Die Teilnehmenden lernen Methoden zur Projektplanung kennen und werden in ihren eigenen Projekten beraten.

Personalentwicklung für Freiwillige

Freiwillige bringen vielfältige Fähigkeiten für ihre Tätigkeit mit und sie brauchen Unterstützung, diese sinnvoll einzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Talente und Begabungen der Engagierten können mithilfe von praxisorientierten Methoden der Personalentwicklung entdeckt und gefördert werden.

Organisationsentwicklung

Eine Organisation muss sich zwangsläufig durch den Einsatz von Freiwilligen und die Einführung von Freiwilligen-Management verändern. Neben den Grundlagen der Organisationsentwicklung (Change Management) geht es auch um den Umgang mit Widerstand bei der Einführung eines Freiwilligenmanagements. Zudem lernen die Teilnehmenden ganz praktische Instrumente und Methoden der Organisationsentwicklung und Kulturveränderung kennen.

Qualitätsmanagement in der Freiwilligenarbeit

Ob eine Organisation für Freiwillige attraktiv ist, hängt nicht zuletzt von der Qualität des Freiwilligenmanagements ab. Was heißt aber Qualität im Zusammenhang mit der Freiwilligenarbeit und wie funktioniert eine kontinuierliche Verbesserung des eigenen routinierten Tuns? Neben Instrumenten zur Messung der eigenen Qualität geht es auch um die Entwicklung qualitätsfördernder Element im Freiwilligenmanagement.

Freiwilligenmanager*in: Aufgaben, Rolle und Berufsbild

Mit der Rolle eines*r Freiwilligenmanager*in sind vielfältige Erwartungen verknüpft. Der/die Freiwilligenmanager*in ist nicht nur Expert*in in der Unterstützung von Engagierten, sondern er/sie nimmt auch intern und extern eine Mittlerfunktion zwischen verschiedenen Interessensgruppen wahr. Wir blicken auch auf die aktuellen Entwicklungen dieses neuen Berufsfeldes und versuchen, das eigene Profil der Teilnehmenden zu schärfen.

Präsentation der Abschlussarbeiten und Kolloquium

Im Kolloquium präsentieren die Teilnehmerinnen ihre Abschluss- bzw. Projektarbeiten. Diese werden gemeinsam in der Gruppe und vom Referententeam diskutiert, beraten und gewürdigt.

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SEMINARRAHMEN

Zeitumfang:              

54 Zeitstunden verteilt auf 3 Module á 3 Tage (oder abhängig vom Bedarf des Veranstalters auch 2tägige Module)

Ausbildungsdauer:   

3 Module verteilt auf 5-12 Monate

Beraterqualifikation:

Mehrjährige Qualifizierung zum/r Berater*in oder eine vergleichbare Qualifizierung mit Zertifikat; eigene Erfahrung als Ehrenamtliche/r; Konzept Strategisches Freiwilligenmanagement mitentwickelt.

Teamteaching:       

2 Berater*innen

Teilnahmevoraussetzung:

Voraussetzung ist die Teilnahme an einem (online) Basisworkshop Freiwilligenkoordination mit
18 Zeitstunden oder mehrjährige praktische Erfahrung im Bereich Freiwilligenkoordination (Absprache mit der Programmleitung notwendig)

Abschlussvoraussetzung (zur Erlangung des Zertifikats):

1. Verfassen einer Abschlussarbeit im letzten Modul

2. Die Teilnahme an allen Thementagen

Abschluss:              

FREIWILLIGENMANAGER*IN

Beraterqualifikation und unser Selbstverständnis

Beraterqualifikation und Selbstverständnis:

Mehrjährige Qualifizierung zum/r Berater*in (Gestalt-Organisationsberaterung, Gestalt-Pädagogik, TZI bzw. Systemische Ausbildung); eigene Erfahrung als Ehrenamtliche*r; besondere Kenntnisse und berufliche Erfahrungen zu den verschiedenen Themen der Ausbildung.

Unser Selbstverständnis ist, stark mit den Praxisthemen der Teilnehmenden zu arbeiten und diese mit der gesamten Gruppe weiterzuentwickeln. Konkret zeigt sich das darin, dass wir in jedem Modul für jede*n Teilnehmer*in ein Beratungsthema abhängig vom Inhalt thematisieren. Auch sind alle unsere Inhalte mit Übungen untermauert, die aus der Praxis kommen bzw. in die Praxis transferiert werden. Dabei haben wir zu den Inhalten jedoch auch theoretische Inputs, die jeweils maximal 30 Minuten dauern. Wir haben den Anspruch, für jede*n Teilnehmende*n die Inhalte in seine konkrete Praxis bzw. seine Organisation zu „übersetzen“ und individuelle Einzelprobleme zu lösen. Deshalb ist es optimal, wenn nicht mehr als 16 Teilnehmende im Kurs sind. Auch arbeiten wir mit vielen aktivierenden Methoden und den Erfahrungen der Teilnehmenden. Unsere Arbeitsmaterialien und Vorträge sind alle auf einer digitalen Cloud abgelegt und werden je nach Bedarf der Teilnehmenden ergänzt